Heute gibt es zwei Kurzgeschichten aus dem arthurschen Leben:

Mama, Papa und Arthur saßen gemeinsam auf der Couch. Jeder mit einem Instrument seiner Wahl bepackt, haben wir den Grundstein für unsere Familienband gelegt: Papa Gitarre, Mama Xylophon und Arthuro – was sonst – die Trommel. Wir spielten und trällerten fröhlich Kinderlieder vor uns hin, geleitet vom rhythmischen Trommeln unseres Juniors. Bis es hieß: Stop! Mittagspause! Der Knirps und die Mama räumten brav ihre Instrumente beiseite, nur Papa blieb mit seiner Gitarre auf dem Sofa zurück, zupfte leise noch ein paar Seiten und wollte einfach nicht aufhören zu spielen. Just in dem Moment drehte sich Arthuro zu Papa um und sagte: „Nicht traurig sein Papa!“

Nach einem langen Wochenende war das Dream Team Arthur-Ketim wieder vereint. Außer zwei anderen Kindern waren alle krank, sodass die beiden die Krippe fast für sich alleine hatten und den ganzen Tag rumtoben konnten. Beim Abholen traf ich Ketims Mama, wir schnattern ein wenig (sie erzählte, dass Ketim Arthur Zuhause schrecklich vermisst hätte und immer „Arthur Arbeit!“ gesagt hätte) und sackten schließlich die beiden Wirbelwinde ein. Die Aussicht gemeinsam nach Hause gehen zu können, bewegte die beiden plötzlich sogar zum raschen Anziehen und so verließen wir zu viert, laut lachend die Einrichtung. Doch schon an der nächsten Ampel trennten sich unsere Wege. Es gab schockierte Gesichter, fünfminütiges Winken und dann überquerten Ketim plus Mama schon die Straße. Auf der anderen Seite ertönte plötzlich ein schreckliches Geheul: Arthur! Arthurrrr! Wie in einem Hollywood-Drama, probierte sich Ketim von seiner Mama loszureißen, und seinem Geliebten wieder in die Arme zu fallen. Arthurs Augen wurden gläsern, er schluckte und sagte: „Mama! Ich nicht weinen!“ Tapferer kleiner Held...

 


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