Inzwischen ist eine wunderbare Zeit bei uns angebrochen. Nicht, dass die Monate bzw. mittlerweile ja sogar Jahre zuvor nicht blendend gewesen waren, aber jetzt stecken wir mittendrin in einem vollkommen neuen, eindrucksvollen Lebensabschnitt: der Totalverweigerung!


„NÖ!“, „NEIN!“, „ICH WILL NICHT!“, „DU SOLLST NICHT!“ sind zu ganz normalen Begleitern unseres Alltags geworden. Denn grundsätzlich wird erst mal alles abgelehnt – sogar die schönen Dinge. „Arthur komm, wir gehen Abendessen.“, „NÖ!“ „Los, ab die in die Badewanne“, „NEIN! “ „Räum bitte deine Sachen auf, bevor wir gehen.“ „ICH WILL NICHT!“


An besonders guten Tagen geht eigentlich nichts außer „Sam der Feuerwehrmann“ und Kekse. Wer aber jetzt denkt: „Na super! Die stopfen ihr Kind also den ganzen Tag lang mit physischem und psychischem Scheiß zu!“, ist weit gefehlt. Nein, natürlich gehen wir komplett in unserer Elternrolle auf und haben uns die ein oder andere Taktik überlegt, um Junior doch noch für das ein oder andere zu überzeugen.


Das kann aber durchaus zu seltsamen Nebeneffekten führen, wie der z. B. gespaltenen Persönlichkeit. So lässt mein Mann in weiblicher Gegenwart gerne den dominanten Elternteil raus, während er in der Männerrunde der zarte Papa ist, der sich fast alles gefallen lässt.


Ich für meinen Teil, gehe es etwas strukturierter an und probiere Arthurs Grundinstinkte anzusprechen. Ergo: ich locke ihn! Bei mir geht es nicht einfach nur in die Badewanne, nein, nein! Mit der Lupe und ein paar sprudelnden Badetabs wird auch plötzlich die Wanner wieder spannend. Doch wie kriegt man ihn danach wieder raus? Ganz klar: lecker Joghurt zum Abendbrot. Und wie geht’s danach auf Toilette? Ganz sportlich, denn erst kommt die Pflicht und dann die Kür und die heißt bei uns: Abendserie im Bettchen. Und wenn alles erfolgreich absolviert wurde, lässt er natürlich noch den Klugscheißer raushängen: „Mama, ich hab dir doch gesagt, dass ich ein großer Junge bin und alles alleine kann.“ Na vielen Dank Kind ...

 


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