Arthurs große Spielleidenschaften haben alle eines gemein: es sind Rollenspiele. Schon in seinem frühen ABUBA-Fieber ging es bald nicht mehr nur um ein paar Züge auf Schienen, sondern um die Passagiere an sich.


Inzwischen hat besonders Feuerwehrspielen seine Eisenbahnleidenschaft abgelöst und jeden Tag heißt es: „Mama, wollen wir einen Einsatz spielen? Natürlich wollen wir! Und so stürzten wir uns immer wieder aufs Neue in extremste Gefahren, um den blonden Playmobil-Ken vom Fensterbrettberg zu holen, ein Feuer in Dilys Price Supermarkt zu löschen oder den ertrinkenden Norman aus dem Verkehrsteppich-See zu retten. Sein Helm darf dabei natürlich nie fehlen!


Dabei fällt mir jetzt – nach 3,25 Jahren – langsam auf, dass er sich immer mehr im Spiel integriert. Während er vorher brav darauf gewartet hat, bis ich eine Geschichte erzählte, plant er seine Einsätze allmählich selbst. Er schlägt vor, was gespielt wird, welche Vehikel zum Einsatz kommen und welche Figuren es zu retten gilt. Auch die Standpauke an den Hauptrabauken Norman Price (Feuerwehrmann-Sam-Fans wissen Bescheid) nimmt er mittlerweile selbst in die Hand. Es macht richtig Spaß zu sehen, was er von den vielen Einsätzen bereits gelernt hat – und das nicht nur in Sachen gemeinsames Spielen.


Wenn ich daran denke, was es in meiner Kindheit für Serien gab, können wir uns wirklich glücklich schätzen, dass ihn ausgerechnet die Feuerwehr-Serie so packt. Besser hätten wir ihm das richtige Verhalten in Notfällen auch nicht erklären können.

 


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