Knapp zwei Wochen hat es gedauert, bis Theo vollkommen – also nicht nur körperlich, sondern auch geistig – in der Krippe angekommen ist. 14 Tage Gefühlsseegang Stärke 9, mit Abschiedskummer, Einsamkeit und vier neuen Zähnen (davon 3 Backenzähne!). Und egal wie turbulent wie die Trennungsphase auch begonnen hatte, auf einen Schlag war alles vorbe. Typisch Theo eben: erst aufregen, dann drüber nachdenken und akzeptieren.
Im Eingewöhnungsgespräch erhielt ich dann mehr als positives Feedback: Alle sind begeistert von ihm und es hat sich sogar eine kleine Fanbase entwickelt, die es morgens kaum abwarten kann, bis Theo endlich ausgezogen ist und mit ihnen spielen kann. Seine Selbstständigkeit, sein super Verständnis für Wörter und Handlungen aber vor allem sein vieles Lachen begeistert Groß und Klein. Das muss man sich mal vorstellen! Meine Grummelbacke und Lachen?! Tatsächlich ist er so aufgeblüht und zieht überall die Leute in seinen Bann. Selbst die Kindergartenkids, die ihn ja nun von Anfang an kennen und eigentlich langsam die Lust an ihm verlieren müssten, freuen sich jeden Tag auf ihn. Dann rennen sie ihm hinterher, bringen ihm Klettern bei, fahren mit ihm Taxi und beschützen ihn vor den Rowdies der Einrichtung.
Eine Nebenbemerkung unserer Erzieherin lies mich aber doch aufhorchen: Er wäre so selbstständig, dass man manchmal aufpassen muss, dass man ihn nicht vergisst. Und obwohl ich immer drauf achte, mit beiden Kids viel zu machen und am besten Einzel- sowie Gruppenzeit einzubauen, hängt er in manchen Situationen naturgemäß hinterher. Wenn ich die Würmer z.B. abhole und Arthur von seinem Tag erzählt, kommt wirklich niemand anders zu Wort. Erst Recht nicht der kleine Bruder. Und so hatte ich Bedenken, dass er – einfach durch die geballte Wortflut, die in unserer Familie herrscht – ein ganz Stiller wird. Aber wieder einmal belehrt er mich eines Besseren! Zwei Wochen nach dem Eingewöhnungsstress sprudelten plötzlich ganz neue Wörter aus ihm raus: Neben Einzelwörtern wie „NuNu“ für Nudeln liebt er es besonders gerne zu erklären. So saß er letztens auf meinem Schoß und erklärte allen Kindern: „Mi Mama!“ und zeigte dabei auf mein Gesicht. Auch der Papa wird jeden Morgen mit „Mi Papa“ vorgestellt und mit wildem Gestikulieren zur Tür erklärt, dass der Papa jetzt geht – mit anschließendem Rauswurf von Papa versteht sich.
Die einzige, die jetzt benachteiligt wird, ist unsere Alexa. Denn bei dem ganzen Gebrabbel zu Hause steht sie inzwischen fast nur noch auf „mute“.

 


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