Nach unendlich vielen Wochen Auszeit war es heute (25.5.2020) endlich wieder soweit! Die Kita wurde wieder für Vorschulkinder geöffnet. Schon seit Tagen gab es kein anderes Thema und wir freuten uns alle riesig für Arthuro. Klar wollte Theo sofort auch mit, aber er muss leider noch warten.

Am frühen Morgen hörte ich die beiden Würmer schon spielen und den Midi sich immer wieder beschweren, wann wir denn endlich aufstehen und losgehen würden. Na dann, hoppla hopp, raus aus den Federn. Toilette, Zähneputzen, Anziehen, Brotbüchse machen. Brotbüchse?! Oh Gott, wie ging das nochmal? Ok, passt schon. Alles fertig und dann?

Dann verlor ausgerechnet - oder gerade deswegen - die Hauptperson die Nerven. Wie ein Wasserfall liefen die Tränen plötzlich über Arthurs Wangen. Ich nahm ihn in den Arm und fragte, ob er aufgeregt sei. Nein. War er traurig, weil wir nicht mehr den ganzen Tag zusammen sein werden. Nein. Vermissen? Nein. Unglücklich, weil er seine Freunde nur im Garten sehen könne? Nein. Nachdem mir langsam die Ideen ausgingen, rettete er mich zum Glück selbst mit der Lösung: Rosa den ganzen Tag nicht bei sich zu haben, brachte ihn so zum Weinen. Auf mein vorsichtiges Rantasten, dass das ausgemergelte Rosa-Teddychen aber im Kindergarten vermutlich seinen letzten Rest kriegen würde, wurde es nur noch schlimmer. Also ließ ich mich überreden und Rosa durfte als Heldin des Tages mit. Aber nicht aus dem Rucksack auspacken! Nachmittags erfuhr ich dann, wieviele Kinder den Bären kuscheln wollten und frage mich nun die ganze Zeit, bei wieviel "wollen" es wohl in Wahrheit geblieben ist? Das zum Thema, Rosa bleibt im Rucksack. Augen zu und Atemmaske auf! Die Corona-Halbzeit ist - zumindest betreuungstechnisch - auch schon wieder vorbei. Ein bisschen traurig sind wir aber schon. Zu viert ist es eben am schönsten. Oder wie ich zur Belustigung meines Mannes gerne sage: Erst dann fühle ich mich "vollständig".

 


comments powered by Disqus